22.02.2019

Within Temptation

Within Temptation

Resist

Universal Records (2019, CD, Digital)

Within Temptation zählen mit weltweit über drei Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Bands der Niederlande. Seit 1996 sind sie mit ihrem Symphonic Metal auf den Bühnen der Welt unterwegs. Vor kurzem haben sie mit „Resist“ ihr siebtes Studioalbum auf den Markt gebracht. Es ist der Nachfolger, des 2014 veröffentlichten „Hydra“.

Als ich das neue Within Temptation Album in den Händen hielt, hatte ich bereits eine gewisse Vorstellung. Wenn ich an die niederländische Band denke, fallen mir sofort zwei Dinge ein, harte Gitarren und symphonische Klänge. Mit dieser Erwartungshaltung habe ich mich auch den ersten Songs genähert.

Den Anfang macht „The Reckoning“. Der Song, der zusammen mit Papa Roach Frontmann Jacoby Shaddix aufgenommen wurde, konnte meine vorherigen Erwartungen erfüllen. Mit seinen harten Gitarren, der symphonischen Melodie und dem typischen Gesang von Sharon den Adel wird er zu einem meiner persönlichen Highlights des Albums. Die Beteiligung von Jacoby Shaddix wertet ihn noch zusätzlich etwas auf.

Der nächste Titel „Endless War“ kann leider nicht so überzeugen. Er fällt hinter dem ersten Track ein bisschen ab und bleibt eher mau. Ganz anders sieht es bei „Holy Ground“ aus. Der ruhige Song hebt sich von den anderen ab. Vor allem der Gesang, der manchmal fast in gesprochene Worte übergeht, zeigt eine ganz andere Facette der Band.

Generell fällt auf, dass „Resist“ viele Songs enthält, die sich stärker dem Mainstream annähern, als dies noch bei ihrem Vorgängeralbum „Hydra“ der Fall war. Beispiele dafür sind unter anderem „Supernova“, „"In Vain“ und „Mercy Mirror“, das sich durch die eingängigste Melodie des ganzen Albums auszeichnet. Alle diese Songs sind potenzielle Radiohits.

Zum Schluss gibt es mit „Trophy Hunter“ noch den längsten Song des Albums. Die Ballade mit Chorelementen nimmt noch einmal kräftig an Fahrt auf und ist gelungenes Finale.

Insgesamt kann man sagen, dass Within Temptation sich mit „Resist“ stärker dem Mainstream angenähert hat. Dies liegt zum Teil wohl an den nicht mehr so harten Gitarren, aber auch an der abschließenden Produktion des Albums. Im Gegensatz zu den vorherigen Alben klingt alles vom Sound her etwas glatter. Wem dies nichts ausmacht, findet mit „Resist“ dennoch ein typisches Within Temptation, das sowohl langjährige Fans, als auch eine neue Hörerschaft begeistern kann.

Stephan Meßmann
(8 / 10 Pkt.)

Mehr: www.resist-temptation.com