Zurück in der 60er-Jahre-Halle: Ich Kann Fliegen, hier bei einer Show 2015, wollen am 1. Oktober gemeinsam mit Black As Chalk bei der ersten "Herri-Soli-Nacht" spielen.

Optimismus und Solidarität

Drei spezielle „Herri Musiknächte“ geplant

20. Mai 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Torsten Gadegast

Die Agentur Spider Promotion, die Privatbrauerei Herrenhausen und sechs Bands wollen noch in diesem Herbst drei Konzerte auf die Beine stellen, deren Erlöse an hannoversche Clubs gehen sollen. Die drei Konzerte sind in drei unterschiedlichen Clubs geplant. Das Motto jeder einzelnen Show lautet „Herri-Soli-Musiknacht“, angelehnt an das seit 2014 in der Hannover-Szene etablierte Veranstaltungsformat. Engagiert sind Bands wie Fat Belly, Ich Kann Fliegen und DUCS.

Aktuell ist zwar noch völlig unklar, ob, wann und unter welchen Bedingungen Konzerte der Genre Rock und Punk mit all ihren spezifischen Eigenheiten des Publikumsverhaltens und der Band-Fan-Interaktion wieder stattfinden können, dennoch werfen sich Veranstalter, Clubs und Bands der „Herri Musiknächte“ optimistisch in die Planungen für drei Solidaritätskonzerte zu Gunsten hannoverscher Clubs, die noch in diesem Jahr stattfinden sollen. Nicht als Stream, sondern vor und mit Publikum.

Aus den bekannten „Herri-Musiknächten“ sollen in diesem Jahr drei „Herri-Soli-Musiknächte“ werden. Die erste ist am 1. Oktober im Kulturzentrum Faust mit den Bands Ich Kann Fliegen und Black As Chalk geplant, am 28. November wollen Fat Belly und One Strike Left im Café Glocksee auftreten und für den 10. Dezember ist eine Show von DUCS und der Würzburger Band Devil May Care angesetzt.

Um die lokale Musiklandschaft zu unterstützen, will man 100 % der Einnahmen an die Clubs spenden. Darüber hinaus sind die Eintrittspreise verhältnismäßig niedrig angesetzt. An den jeweiligen Abendkassen sollen Karten 10 Euro kosten. Im Online-Vorverkauf werden „Soli-Tickets“ für 18 Euro zuzüglich Gebühr angeboten. Diese Karten berechtigen zum Besuch gleich aller drei Konzerte.

Bleibt für alle Beteiligten die Daumen zu drücken, das im Herbst womöglich Themen wie „Abstand“ oder das „Tragen von Mund-Nasen-Schutz"  nicht mehr auf der Agenda des täglichen Umgangs stehen, diese Shows tatsächlich stattfinden können und vielleicht auch vielstimmiges Mitsingen und angemessene Feierei unter Freunden möglich ist.


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