Das erste Lebenszeichen seit acht Jahren. D-A-D melden sich mit „A Prayer for the Loud” zurück.

Zurück zum Kern ihrer Musik

D-A-D mit erstem Album seit acht Jahren

05. Juli 2019, Von: Redaktion, Foto(s): Kim Wendt

D-A-D gehören zweifelsohne zu den bekanntesten Rockbands Dänemarks. Seit 1986 veröffentlichen sie regelmäßig Alben, die Spitzenplatzierungen in den Charts ihres Heimatlands belegen. Und auch in Deutschland konnten einige ihrer Veröffentlichungen den Weg in die Albumcharts finden. Doch zuletzt war es still um die Band geworden. Ganze acht Jahre hat es gedauert, ehe sie Ende Juni ihr zwölftes Studioalbum „A Prayer for the Loud“ auf den Markt brachten.

1982 wurde die dänische Rockband unter dem Namen Disneyland After Dark von Jesper Binzer (Gitarre & Gesang), Stig Pedersen (Bass), Peter Lundholm Jensen (Schlagzeug) und Lene Glumer (Gesang) in Kopenhagen gegründet. Doch schon nach nur einem Konzert wurde Lene Glumer aus der Band gedrängt, da sie nach Auffassung der restlichen Mitglieder nicht zu ihnen passte. Von dort an übernahm Jesper Binzer den Gesang. Zwei Jahre später stieß dann Jacob Binzer, der Bruder von Jesper, als zweiter Gitarrist hinzu. Diese Formation hielt bis zum Jahr 1999, als Peter Lundholm Jensen die Band verließ. Er wurde von Laust Sonne am Schlagzeug ersetzt.

Den ersten großen Erfolg hatten Disneyland After Dark mit ihrem dritten Album „No Fuel Left for the Pilgrims“, das im Jahr 1989 veröffentlicht wurde. Mit dieser Platte gingen sie auf Welttournee und spielten erstmals auch Konzerte in den USA. „No Fuel Left for the Pilgrims“ war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Album für die Band.

Es brachte ihn nicht nur den 116. Platz in den US–Billboard Charts und einen Plattenvertrag mit Warner Bros. Records ein, sondern auch Rechtsstreitigkeiten mit dem Disney-Konzern. Dieser verklagte die Band wegen der Verwendung des urheberrechtlich geschützten Namens Disneyland. Von dort an nannte sich die D-A-D, spielte aber immer wieder mit dem Namen. Das beste Beispiel dafür ist ihr elftes Studioalbum, das den Namen „DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK“ trägt.

Ihr neuestes Werk „A Prayer for the Loud” ist der Nachfolger dieses 2011 veröffentlichten Albums. Es dauerte also acht Jahre bis die Fans endlich wieder neues Material in den Händen halten konnten. Doch diese Zeit blieb keineswegs ungenutzt. Neben einer Tour mit ihrem Vorgängeralbum, waren Laust Sonne und Jesper Binzer auch auf Solopfaden unterwegs. Binzer veröffentlichte im Jahr 2017 sein erstes Soloalbum „Dying Is Easy“ und Laust Sonne brachte 2016 bereits sein zweites Studioalbum „Relations“ auf den Markt.

Daher blieben D-A-D im Endeffekt drei Jahre um an ihrem neuen Album zu arbeiten. „Das Ergebnis sind elf Tracks, die mit stampfendem, adrenalingetränktem Rock, großen Balladen und Mid-Tempo-Songs, die von starken Melodien getragen werden, begeistern“, kann man in der offiziellen Pressemittelung lesen.

Und damit soll sich die Musik auch wieder zum Kern der Band bewegen, wie Jesper Binzer genauer erklärt: „In der Vergangenheit sind wir manchmal neue Wege gegangen, um Dinge auszuprobieren, die ziemlich weit vom Kern dessen entfernt waren, was wir normalerweise tun. Es hat viel Spaß gemacht, aber diesmal haben wir versucht, uns auf das Wesentliche zu beschränken. Diesmal sind wir einfach nur das, was wir wirklich sind. „A Prayer For The Loud“ ist eine Platte, bei der der Fokus auf Melodien und Energie liegt.“

Die Energie, die Jesper Binzer anspricht, kann man aber vor allem auf ihren Livekonzerten erleben. Mit ihrer Mischung aus kernigem Rock, einer typischen Art von Humor und den besonderen Bässen von Stig Pedersen, die unter anderem wie eine Rakete, ein I-Phone oder einem Heck eines Oldtimers aussehen, stehen D-A-D für eine spezielle Art von Konzerterlebnis.

Wer sich davon selbst überzeugen möchte, kann eines ihrer acht Deutschlandkonzerte besuchen, die im Dezember starten. Der einzige Auftritt in Niedersachsen findet am 14. Dezember im Osnabrücker Hyde Park statt. Weitere Konzerte sind unter andrerem am 15. Dezember im Huxleys Neue Welt in Berlin und am 18. Dezember in den Hamburger Docks. Tickets für die Shows gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Mehr Informationen zu D-A-D, ihrem neuen Album und der Tour gibt es, wie gewohnt, über die Links in der Infobox.


Links:
www.d-a-d.dk
www.facebook.com/d.landafterdark

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