Auf der Bühne, wie hier bei seiner letzten Tourshow im Capitol in Hannover, bewusst ohne In-Ear-Monitoring: Thees Uhlmann.

Ein Buch und Konzerte ohne In-Ear-Monitoring

Thees Uhlmann berichtet über Kurioses und neue Pläne

31. März 2015, Von: Redaktion, Foto(s): Tobias Lehmann

Dass Thees Uhlmann nicht auf den Mund gefallen ist und immer mal unterhaltsame Geschichten und Anekdoten herauslässt, ist bekannt. Gestern sandte er über Facebook „Glückwünsche zum Frühling“ aus, informierte darüber, dass er ein Buch geschrieben habe und dass er demnächst wieder auf die Bühne gehe. Ob im Rahmen von Festivals oder anlässlich einer „Rock´n´Roll-Butterfahrt“ nach Helgoland. Warum für ihn das bei vielen anderen Musikern gängige In-Ear-Monitoring nicht in Frage kommt und was Element Of Crime damit zu tun haben, berichtet Thees Uhlmann ebenfalls.

Als Musiker populär wurde Thees Uhlmann als Sänger der Band Tomte, in den letzten Jahren nahm er dagegen zwei Solo-Alben auf und tourte unter eigenem Namen mit seiner neu formierten Rockband. Damit erhielt er ebenfalls viel Aufmerksamkeit und konnte sich auch ein neues Publikum erschließen.

Uhlmann hat sich in den letzten Monaten jedoch nicht ausschließlich mit seiner Musik beschäftigt, sondern auch noch ein Buch geschrieben. „Sophia, der Tod & ich“ lautet der Titel und die Erzählung habe nichts mit Musik zu tun, erklärt Uhlmann auf seiner Facebook-Seite. Im Herbst soll das Werk erscheinen, vorgestellt werden soll es im Rahmen einer Lesetour.

Zuvor stehen aber noch fast ausschließlich reguläre Konzerte an. Im Juni spielt Thees Uhlmann zwei Festival-Shows in Wien und in Chemnitz, und ein Club-Konzert in Halle, im Juli steht ein Konzert in Krefeld im Kalender. Außerhalb der üblichen Auftritte, begibt sich der Musiker am 1.Mai auf eine sogenannte „Rock´n´Roll Butterfahrt“ nach Helgoland. Für die Schiffsfahrt inklusive Akustik-Gitarren-Auftritt seien jedoch schon die Karten vergriffen, berichtet Thees Uhlmann, der noch eine besondere Anekdote zu seinem Gig am 27.Juni auf dem Donauinselfest in Wien zum Besten gibt.

Störungsfreies Rauschen

Genau hier habe er bei einem Auftritt vor rund sieben Jahren erstmals und letztmals ein In-Ear-Monitoring eingesetzt. Was für viele längst eine gängige Technik ist, sich individuell einen Monitor-Mix direkt in zwei Ohrstöpsel schicken zu lassen, ist offenbar gar nicht die Sache von Thees Uhlmann. Als er sich einst in Wien verkabelte, sei auch die Band Element Of Crime bei diesem Festival zugegen gewesen und habe ihn angeblich vor dem Gebrauch des Systems gewarnt. Das sehe nicht gut aus, das gehe schief, hätten Sven Regener & Co. zum ihm gesagt. In der Tat habe Thees Uhlmann während des 45-minütigen Konzertes wenig von sich und der Musik seiner Band gehört, dafür „diverse Wiener Radiosender“, „störungsfreies Rauschen“ und „die Nebenbühnen“.

Er erinnere, sich das In-Ear-Monitoring-System nach der Show wutschnaubend in die Ecke geworfen zu haben. Seit dieser Erfahrung lässt sich Thees Uhlmann auf konventionelle Weise auf der Bühne beschallen: Mit Monitorboxen.


Links:
www.theesuhlmann.de

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